Nicht auf´s falsche Pferd setzen! – Wie die Ausweitung des ökologischen Landbaus zu Raubbau und einem Verlust von biologischer Vielfalt in der Welt führt

In der öffentlichen Diskussion bekommt man oft den Eindruck, dass der ökologische Landbau (biologische Landwirtschaft) quasi eine Art „Heilsbringer“ sei. Deshalb müsse der Anteil des ökologischen Landbaus unbedingt weiter ausgebaut werden. Dazu stellt der Staat jede Menge zusätzliche Förderungen bereit. Doch setzt die Politik vielleicht auf das „falsche Pferd“? Werden die positiven Umweltaspekte des ökologischen Landbaus mit negativen Effekten in anderen Ländern erkauft? Ich werfe in meinem neuen Beitrag mal einen etwas anderen Blick auf die Biolandwirtschaft.

Zahlen zum ökologischen Landbau in Deutschland

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. Derzeit bewirtschaften in Deutschland 12 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe (rund 32.000) etwa 9 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche (rund 1,5 Millionen Hektar) ökologisch[1]. Die Umstellung wird mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Die Höhe der Fördermittel kann in den Bundesländern um bis zu 30 Prozent nach oben und unten abweichen, weil die Bundesländer für die Durchführung der GAK-Maßnahmen verantwortlich sind und diesen Handlungsspielraum unterschiedlich nutzen. Die Einführung der ökologischen Wirtschaftsweise und deren Beibehaltung wurde im Jahr 2018 mit öffentlichen Mitteln in Höhe von insgesamt 330,1 Millionen Euro gefördert. Davon entfielen 208,2 Millionen Euro auf die EU, 77,4 Millionen Euro auf den Bund sowie 44,5 Millionen Euro auf die Länder[2]. Darüber hinaus gibt es seit 2002 das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), welches mit rund 30 Millionen Euro pro Jahr gefördert wird und dazu beitragen soll, die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Deutschland zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen[3].

Ist Bio gesünder?

Oft wird angenommen, dass ökologisch produzierte Nahrungsmittel gesünder seien als konventionell produzierte. Das Max Rubner-Institut (MRI) kommt jedoch zu dem Schluss, dass es keine signifikanten Unterschiede in den Gehalten wertgebender Inhaltsstoffe zwischen Produkten aus ökologischer und konventioneller Produktion gebe und ökologisch produzierte Nahrungsmittel nach heutigem Stand der Forschung deshalb keine ernährungsphysiologisch höhere Qualität als konventionell erzeugte Nahrungsmittel haben[4].

Allerdings haben ökologisch produzierte Nahrungsmittel einen Vorteil hinsichtlich der Pflanzenschutzmittelrückstände. Eine im Jahr 2018 von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) durchgeführte Stichprobenerhebung kam zu dem Ergebnis, dass bei 1,2 Prozent der konventionell produzierten Nahrungsmittel die Rückstände höher als die gesetzlich erlaubten Grenzwerte waren, während es bei den ökologisch produzierten Nahrungsmitteln nur  bei 0,2 Prozent der Fall war[5].

Ertragslücke

Der Einsatz von synthetischen Düngern ist im ökologischen Landbau verboten. Die Stickstoff-Düngung erfolgt daher hauptsächlich durch die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, bei denen die Stickstoff-Freisetzung jedoch meist zu langsam erfolgt, um den Bedarf der Pflanzen während der Wachstumsperiode zu decken[6]. Dadurch kommt es im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft zu einer „Ertragslücke“[7], d.h. ein vergleichsweise niedrigerer Produktionsertrag je Fläche[8]. Im Ackerbau liegt das durchschnittliche Ertragsniveau in Mittel- und Westeuropa je nach Standort, Fruchtart und Bewirtschaftungssystem 9 bis zu 40 Prozent unter dem der konventionellen Landwirtschaft[9]. Durchschnittlich ist der Flächenverbrauch je Ertragsmenge im ökologischen Landbau etwa 25 Prozent höher als in der konventionellen Landwirtschaft[10].

Die Bundesregierung geht deshalb davon aus, dass eine Ausweitung der ökologischen Wirtschaftsweise unter den gegebenen Rahmenbedingungen zur Folge haben könnte, dass der Flächenanspruch in anderen Regionen zunimmt[11]. Inwiefern eine wirtschaftliche und ökologische sinnvolle Ausweitung der globalen Ackerflächen möglich ist, bleibt jedoch fraglich[12].

Besser für die Biodiversität?

Wenn also der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Deutschland erhöht werden soll, dann müssen aufgrund der Ertragslücke zwangsläufig entweder neue landwirtschaftliche Nutzflächen erschlossen werden oder die landwirtschaftliche Produktion auf den bestehenden Agrarflächen intensiviert werden. Weil eine Intensivierung in der Landwirtschaft aber bereits die Grenzen des faktisch Möglichen erreicht zu haben scheint, wird es zu einer Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzflächen, beispielsweise durch die Rodung von (Regen-)Wäldern, kommen.

Die Flächenbelegung im In- und Ausland, die Deutschland für die Erzeugung pflanzlicher und tierischer Lebensmittel für den inländischen Konsum nutzt, betrug 2015 etwa 19,4 Millionen Hektar, wobei in Deutschland nur etwa 14,2 Millionen Hektar bewirtschaftet wurden. Deutschland ist also quasi ein Nettoimporteuer von „virtuellen Agrarflächen“[13]. Es steht außer Frage, dass bei zunehmender Extensivierung der heimischen landwirtschaftlichen Produktion auch die Flächenbelegung im Ausland zunehmen würde. Das bedeutet, dass Deutschland aktiv direkte Landnutzungsänderungen, vor allem Waldrodungen, auf der Welt unterstützen würde. Der IPBES in seinem “Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services” im letzten Jahr festgestellt, dass insbesondere Landnutzungsänderungen für das globale Artensterben verantwortlich sind[14]. Es ist zwar unbestritten, dass der ökologische Landbau sich positiv auf die Biodiversität auswirkt, allerdings würde dieser positive Effekt bei Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Flächen damit „erkauft“ werden, dass durch den höheren Flächenverbrauch die Biodiversität im Ausland stark abnehmen würde. Wir hätten es also mit dem klassischen „not in my backyard“ Phänomen zu tun.

Weniger Schadstoffbelastung?

Eine aktuelle Studie des Thünen-Instituts (2019) macht deutlich, dass dem ökologischen Landbau ein hohes Potential zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser zuzuschreiben ist, insbesondere was den Eintrag von Nitrat- und Pflanzenschutzmitteln betrifft[15]. Tendenziell weisen ökologisch bewirtschaftete Flächen einen höheren Gehalt an organischen Substanzen im Boden und geringere Nährstoffverluste (Stickstoffauswaschung, Lachgasemissionen und Ammoniakemissionen) je Flächeneinheit auf. Weil der ökologische Landbau aber einen höheren Flächenbedarf je Ertragseinheit hat, ergibt sich bei Betrachtung der Schadstoffbelastung je Ertragseinheit ein anderes Bild[16]. So zeigen Studien, dass es im ökologischen Landbau in Europa eine etwa 49 Prozent höhere Nitratauswaschung, rund 11 Prozent höhere Ammoniakemissionen, ein durchschnittlich 36 Prozent höheres Eutrophierungspotential und ein 13 Prozent höheres Versauerungspotential gebe, wenn die Schadstoffbelastungen je Ertragseinheit und nicht je Flächeneinheit betrachtet werden[17][18]. Das bedeutet, dass es bei einer Ausweitung des ökologischen Landbaus in Deutschland zu den genannten Vorteilen für den Umwelt- und Ressourcenschutz sowie einer Senkung der Schadstoffbelastung je Flächeneinheit käme. Da es durch die extensivere landwirtschaftliche Produktion aber zu einer Erhöhung der Agrar-Importe käme, würde die Schadstoffbelastung je Ertragseinheit global betrachtet steigen!

Bessere Tiergesundheit?

In der oben erwähnten Studie des Thünen-Instituts wurde festgestellt, dass es bislang nur wenige Literaturreviews gibt, in denen die Tierwohlsituation landwirtschaftlicher Nutztiere auf konventionellen und ökologisch wirtschaftenden Betrieben miteinander verglichen und bewertet werden[19]. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft gebe es demnach keine Hinweise dafür, dass es Unterschiede bei Gesundheit und Wohlbefinden zwischen der ökologischen und der konventionellen Tierhaltung gibt[20]. Dennoch ist es so, dass die Vorgaben bezüglich Platzangebot, Auslauf, Grobfutterangebot und Einstreu in der ökologischen Nutztierhaltung zu einer abwechslungsreicheren Haltungsumgebung und damit zu mehr Möglichkeiten zum Ausleben arteigenen Verhaltens und weniger Verhaltensstörungen beitragen. Dabei spielt das Haltungsmanagement jedoch eine große Rolle. Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass aus den erhöhten Haltungsvorgaben der ökologischen Tierhaltung bei suboptimalem Management auch schnell Risiken resultieren können[21]. Insgesamt hat ergibt sich aus der ökologischen Tierhaltung eine vergleichsweise geringere Belastung der Umwelt mit Antibiotika und anderen Tierarzneimitteln[22]. Eine Garantie für mehr Tiergesundheit ergibt sich aus der EU-Öko-Verordnung jedoch nicht[23].

Mein persönliches Fazit

Grundsätzlich soll jeder so wirtschaften wie er will. Sowohl die konventionelle als auch die ökologische Landwirtschaft haben ihre Daseinsberechtigung. Auffällig ist aber, dass der ökologische Landbau trotz höherer Preise mit zusätzlichen Fördermitteln unterstützt werden muss. Vor diesem Hintergrund erscheint das 20%-Ziel der Bundesregierung wie Planwirtschaft. Wenn die Nachfrage nach ökologisch produzierten Nahrungsmitteln wirklich so hoch wäre, dann müsste der Staat keine Sondersubventionen ausschütten, um dieses selbstgesteckte Ziel zu erreichen. Doch trotz der künstlich niedrig gehaltenen Preisen scheint der Markt für ökologisch produzierte Lebensmittel mittlerweile gesättigt zu sein.

Spannend finde ich generell, dass sich die ökologische Landwirtschaft zwar positiv auf den heimischen Umwelt- und Ressourcenschutz und die Biodiversität auswirkt, dies aber zu Lasten anderer Teile der Welt erkauft wird. Denn umso extensiver wir bei uns wirtschaften, desto mehr nehmen unsere Nahrungsmittelimporte zu. Beispielsweise ist mehr Biodiversität bei uns immer auch mit Artensterben in anderen Teilen der Erde verbunden. Ist es das wert? Was ist eure Meinung zur ökologischen Landwirtschaft?


[1] https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/OekologischerLandbau/OekolandbauDeutschland.pdf?__blob=publicationFile, S. 14

[2] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage  der Fraktion der AfD – Drucksache 19/13882 – Folgen des ökologischen Landbaus, http://dip21.bundestag.btg/dip21/btd/19/145/1914539.pdf

[3] https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Nachhaltige-Landnutzung/Oekolandbau/_Texte/BundesprogrammOekolandbau.html

[4] https://www.mri.bund.de/de/institute/physiologie-und-biochemie-der-ernaehrung/forschungsprojekte/qualitaetoeko/

[5] European Food Safety Authority (EFSA), 2018, Monitoring data on pesticide residues in food: results on organic versus conventionally produced food. EFSA Supporting Publications 15 (4), https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.2903/sp.efsa.2018.EN-1397

[6] Verordnung (EG) Nr. 889/2008 DER KOMMISSION vom 5. September 2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/ biologische Produktion und die Kennzeichnung,  von ökologischen/biologischen Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32008R0889&from=DE, Anhang I

[7] Ertragslücke = Differenz zwischen dem hypothetisch erreichbaren und dem tatsächlich erreichten Ertrag

[8] Berry, P. M. & Sylvester-Bradley, R. & Phillips, L. & Hatch, D. J. & Cuttle, S. P. & Rayns, F. W. & Gosling, P., 2006, Is the productivity of organic farms restricted by the supply of available nitrogen?. Soil Use and Management (18), S. 248 – 255, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1475-2743.2002.tb00266.x; Tuomisto, H. L. & Hodge, I. D. & Riordan, P. & Macdonald, D. W., 2012, Does organic farming reduce environmental impacts? – A meta-analysis of European research. Journal of Environmental Management (112), S. 309 – 320, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301479712004264?via%3Dihub

[9] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – Drucksache 19/13882, 28.10.2019, http://dip21.bundestag.btg/dip21/btd/19/145/1914539.pdf

[10] Seufert, V. & Ramankutty, N. & Foley, J. A., 2012, Comparing the yields of organic and conventional agriculture. Nature (485), S. 229 – 232, https://www.nature.com/articles/nature11069; de Ponti, T. & Rijk, B. & van Ittersum, M. K., 2012. Agricultural Systems (108), S. 1 – 9, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0308521X1100182X?via%3Dihub; Ponisio, L. C. & M´Gonigle, L. K. & Mace, K. C. & Palomino, J. & de Valpine, P. & Kremen, C., 2015, Diversification practices reduce organic to conventional yield gap. Proceedings of the royal society B (282), https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rspb.2014.1396

[11] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – Drucksache 19/13882, 28.10.2019, http://dip21.bundestag.btg/dip21/btd/19/145/1914539.pdf

[12] https://www.nachhaltigeernaehrung.de/fileadmin/Publikationen/agrarischerundschau1-2010.pdf

[13] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/uba_dzu2018_umwelt_und_landwirtschaft_web_bf_v7.pdf

[14] https://ipbes.net/sites/default/files/ipbes_7_10_add.1_en_1.pdf

[15] https://www.thuenen.de/media/ti/Infothek/Presse/Pressemitteilungen/2019/2019-01-21/190121_OEkolandbau_Auf-den-Punkt-gebracht.pdf, S. 61

[16] https://www.insm-oekonomenblog.de/20936-konventionelle-versus-oekologische-landwirtschaft-was-ist-besser/

[17] Tuomisto, H. L. & Hodge, I. D. & Riordan, P. & Macdonald, D. W., 2012, Does organic farming reduce environmental impacts? – A meta-analysis of European research. Journal of Environmental Management (112), S. 309 – 320, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301479712004264?via%3Dihub

[18] Clark, M. & Tilman, D., 2017, Comparative analysis of environmental impacts of agricultural production systems, agricultural input efficiency, and food choice. Environmental Research Letters 12 (6), https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aa6cd5/meta

[19] https://www.thuenen.de/media/ti/Infothek/Presse/Pressemitteilungen/2019/2019-01-21/190121_OEkolandbau_Auf-den-Punkt-gebracht.pdf, S. 251

[20] Sundrum, A., 2001, Organic livestock farming. Livestock Production Science 67 (3), S. 207‐215, doi:10.1016/S0301‐6226(00)00188‐3; Hovi, M. & Sundrum, A. & Thamsborg, S. M., 2003, Animal health and welfare in organic live‐stock production in Europe: current state and future challenges. Livestock Production Science 80 (1‐2), S- 41‐53, doi:10.1016/S0301‐6226(02)00320‐2; Lund, V. & Algers, B., 2003, Research on animal health and welfare in organic farming – a literature review. Livest Prod Sci 80, doi:10.1016/S0301‐6226(02)00321‐4; van Wagenberg, C. P. A. & de Haas, Y & Hogeveen, H. & van Krimpen, M. M. & Meuwissen, M. P. M. & van Middelaar, C. E. & Rodenburg, T. B., 2017, Animal Board Invited Review: Comparing con‐ventional and organic livestock production systems on different aspects of sustainability. Animal 11(10), S. 1839‐1851, doi:10.1017/S175173111700115X

[21] https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn060722.pdf, S. 253

[22] Niggli, U. & Schmid, O. & Stolze, M. & Sanders, J. & Schader, C. & Fließbach, A. & Mäder, P. & Klocke, P. & Wyss, G. & Balmer, O. &  Pfiffner,  L. & Wyss, E., 2009,  Gesellschaftliche  Leistungen  der  biologischen Landwirtschaft. S. 35

[23] https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn060722.pdf, S. 285

Agropolit-X - Kritische Kommentare zur Agrarpolitik

2 Antworten auf „Nicht auf´s falsche Pferd setzen! – Wie die Ausweitung des ökologischen Landbaus zu Raubbau und einem Verlust von biologischer Vielfalt in der Welt führt“

  1. Eine Ausweitung der biologischen Landwirtschaft muss nicht zwangsläufig eine Vergrößerung der Anbaufläche (im In- oder Ausland) bedeuten.
    – Weltweit wird ein Drittel aller Nahrungsmittel weggeworfen.
    – Auf einem Großteil der landwirtschaftlichen Fläche werden Futtermittel für die Nutztierhaltung angebaut. Eine Reduktion des Fleischkonsums wäre möglich.
    – Übergewicht ist mittlerweile weltweit ein größeres Problem als Unterernährung. Es hapert also vor allem an der Verteilung der Lebensmittel.

  2. Bio ist bei den amtlichen Behörden die Abkürzung für Bedingt In Ordnung. Leider haben die meisten Ökobetriebe es auf die Subventionierung abgesehen. Zumindest im Land Brandenburg.
    Es lebt sich sehr gut als Sofabauer. Übt man die ökologische oder biologisch dynamische Landwirtschaft richtig aus, reicht auch hier nicht der reguläre Erzeugerpreis + Subventionen zum Überleben. Das Schwarz-Weiß-Denken muss aufhören. Bio ist nicht immer gut; konventionell nicht immer böse. Der Fokus muss wieder auf die regionale Vermarktung gelegt werden. Die Superfoods wie Gojibeere oder Avocado sind super durch heimische Früchte zu ersetzen. Die Globalisierung bringt die Menschen vielleicht näher aber der heimischen Landwirtschaft und auch dem Klimaschutz bricht sie das Genick. Und da ist es egal ob Bio, öko oder konventionell.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.