Die Sache mit dem Fleisch…

Kein Thema wird derzeit so hitzig diskutiert wie die Arbeitsbedingungen in der Fleischbranche. Bereits im kommenden Monat will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ein Gesetz zum Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie vorlegen. Dabei ist die Thematik nicht neu, sondern seit Jahren bekannt. Die Werkverträge in der Fleischindustrie sind nur die Spitze des Eisbergs. Kann ein Verbot der Werkverträge überhaupt etwas an den Arbeitsbedingungen ändern oder wird das zum Abwandern der Fleischbranche ins europäische Ausland führen? Und wie steht es eigentlich um den Selbstversorgungsgrad von Fleisch in Deutschland?

Agropolit-X - Kritische Kommentare zur Agrarpolitik

Pestizidverbrauch: Absatz an biokonformen Pflanzenschutzmitteln steigt und Absatz an chemischen Pflanzenschutzmitteln sinkt

Googelt man den Begriff „Pestizide“, dann werden einem tausende von Artikeln angezeigt. Von Gift auf den Feldern und Gift im Essen ist dort die Rede. Unzählige NGOs haben sich dem Kampf gegen den Einsatz von sogenannten „Pestiziden“ in der Landwirtschaft verschrieben und zu einem gut funktionierenden Geschäftsmodell gemacht. Doch was ist dran an den Vorwürfen? Im Folgenden Beitrag werde ich die aktuellsten Verkaufszahlen von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland analysieren und der Frage nachgehen, ob der Absatz in den letzten Jahrzehnten wirklich stark gestiegen ist und ob der ökologische Landbau die besseren Pflanzenschutz-Alternativen bietet.

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Verkommt die Agrarförderung zum Selbstbedienungsladen für den Staat?

Kürzlich wurden die Informationen über die Empfänger der Gemeinschaftsmittel aus den EU-Agrarfonds veröffentlicht. Unter den Top-Empfängern befindet sich kein einziger einzelner Landwirt. Vor allem die offensichtliche Selbstbedienungsmentalität der öffentlichen Hand in Millionenhöhe sticht ins Auge. Dabei sind die Landwirte auf die Agrarfördermittel angewiesen. Der Anteil der Agrarförderung am landwirtschaftlichen Einkommen beträgt rund 40 Prozent. Trotzdem wächst die Zahl derer, die ihren Hof aus wirtschaftlichen Gründen schließen, weil EU, Bund und Länder in immer kürzeren Abständen neue Verbote und Auflagen beschließen. Jede neue Auflage erhöht aber die Produktionskosten. Ohne ausreichenden Ausgleich mit Agrarfördermitteln verlieren die Landwirte ihre Wettbewerbsfähigkeit. Verteilen wir die Fördermittel falsch?

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Das leidige Thema Milch – Ist es möglich die Milchpreise zu stabilisieren?

Die Milcherzeugung ist mit rund 9 Milliarden Euro Nettowertschöpfung der bedeutendste Sektor in der deutschen Landwirtschaft. Seit Jahren werden die Kosten der Milcherzeugung nicht durch die Preise gedeckt. Milchbauern erhalten pro Liter Milch knapp 10 Cent weniger, als zur Kostendeckung nötig wären. Der niedrige Erzeugerpreis setzt vor allem die kleineren Betriebe sehr stark unter Druck. Sie erwirtschaften Verluste und sind dadurch in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Nach dem Prinzip „Wachse oder Weiche“ nimmt deshalb seit Jahren der Strukturwandel bei den Milcherzeugern stark zu. Die Zahl der Milchkühe pro Betrieb nimmt zu, während gleichzeitig immer mehr Betriebe die Milchviehhaltung komplett aufgeben. Um dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation entgegenzusteuern, wird sehr oft der Milchpreis ins Zentrum der Politikdebatte gerückt. Dabei verschwimmen die Forderungen und es bleibt unklar, ob es um eine Milchpreisstabilisierung oder um eine Erhöhung des Milchpreisniveaus gehen soll. Im Folgenden Beitrag möchte ich auf potentielle Möglichkeiten eingehen, wie der Milchpreis mittel- bis langfristig stabilisiert werden könnten.

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