Kritischer Kommentar zur Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin: „Tierwohlgerechter Umbau der Tierhaltung in Deutschland“?

Auf der gestrigen (27.08.2020) Sonder-Agrarministerkonferenz haben sich die 16 Länderminister einstimmig hinter die Empfehlungen der sog. „Borchert-Kommission“ gestellt. Dieses Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung hatte Anfang dieses Jahres seine Empfehlungen zur Verbesserung des Tierwohlniveaus in der Nutztierhaltung vorgelegt. Nach Auffassung der „Borchert-Kommission“ seien die bisherigen politischen Ansätze zu einer Verbesserung des Tierwohls nicht ausreichend, um es der Nutztierhaltung zu ermöglichen, einerseits den fachlichen und gesellschaftlichen Ansprüchen zu entsprechen und andererseits eine wirtschaftliche Perspektive für die Tierhaltung am Standort Deutschland zu entwickeln. Mit Beschluss der Länderminister wird nun eine Machbarkeitsstudie zu den verschiedenen Finanzierungsoptionen der „Borchert-Kommission“ in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse bis zur nächsten Frühjahrs-Agrarministerkonferenz vorliegen sollen.

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Die Illusion von der Rückkehr der kleinen regionalen Schlachthöfe

Im Zuge der Corona-Ausbrüche im Schlachtunternehmen Tönnies und anderer Großschlachtereien, sind abermals die Arbeitsbedingungen dieser Branche in den öffentlichen Fokus gerückt. Schnell forderte eine Vielzahl von Spitzenpolitikern aus verschiedenen Parteien öffentlichkeitswirksam, dass diese prekären Arbeitsbedingungen unverzüglich verboten gehören. Allen voran betonte der SPD-Arbeitsminister, Hubertus Heil, dass die Arbeitsverhältnisse in der Branche dringend „aufgeräumt“ werden müssen. Vor allem die Arbeits- und Wohnbedingungen ausländischer Leiharbeiter in der Fleischwirtschaft seien ihm ein Dorn im Auge. Gleichzeitig wird in Politik und Gesellschaft der Ruf nach kleinen regionalen Schlachthöfen immer lauter. Doch ist dieser Wunsch überhaupt realistisch umsetzbar? Kann die Uhr einfach wieder zurückgedreht werden?

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Faktencheck Insektensterben – Welchen Anteil hat die Landwirtschaft wirklich?

Seit einigen Jahre ist das „Insektensterben“ ein Teil der öffentlichen Debatte und ist sogar im politischen Diskurs angekommen. Umwelt-NGOs, wie beispielsweise der NABU, warnen davor, dass wir es in Deutschland mit einem massiven Rückgang der Insekten zu tun hätten. Der Verlust der Artenzahlen, der Häufigkeiten oder der Biomasse sei ein flächendeckendes Problem. Einer der Hauptgründe für das „Insektensterben“, so die einhellige Meinung, sei die intensive Landwirtschaft. Doch ist das wirklich so? Was wissen wir wirklich? Mehr dazu im Folgenden Faktencheck.

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Die Ackerbaustrategie 2035 – Eine Strategie, die eigentlich keine ist

Derzeit läuft der öffentliche Beteiligungsprozess für die Ackerbaustrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Mit der Ackerbaustrategie will das BMEL den Rahmen für einen zukunftsfähigen Ackerbau in Deutschland beschreiben, Perspektiven aufzeigen und die Landwirtschaft aktiv bei der Umsetzung unterstützen. Was es genau damit auf sich hat und warum es sich meiner Meinung nach eigentlich um keine Strategie handelt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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