Geringe Wertschöpfung der Landwirtschaft – Warum sind die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise so niedrig?

Die privaten Ausgaben für Nahrungsmittel sind aufgrund des hohen Lohnniveaus und der niedrigen Lebensmittelpreise in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Seit den 70er Jahren ist der prozentuale Anteil der Nahrungsmittelausgaben an den Konsumausgaben der privaten Haushalte kontinuierlich rückläufig und beträgt heute nur noch knapp 14 anstelle von damals knapp 25 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Erlösanteil der Landwirte an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel inländischer Herkunft. Lag der Anteil Anfang der 70er Jahre noch bei 48 Prozent, so hat er sich mit durchschnittlich 21 Prozent heute bereits mehr als halbiert. Besonders stark ist der Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Produktgruppen. Beträgt der Erlösanteil bei den tierischen Produkten etwa 22 Prozent, so liegt der Anteil der Erzeugererlöse bei den pflanzlichen Produkten nur bei etwa 4 Prozent[1]. Insgesamt ist also zu beobachten, dass die in der Landwirtschaft erzeugte Wertschöpfung stark rückläufig ist und sich immer mehr auf die Verarbeitung und Vermarktung von Nahrungsmitteln verlagert. Woran liegt das?

Preisbildung auf Agrarmärkten

Grundsätzlich ist der Preis auf einem funktionierenden Markt ein Ausdruck der Versorgungslage. Er signalisiert, ob Angebot und Nachfrage nach einem Gut relativ nahe beieinander sind und sich im Gleichgewicht befinden. Falls das nicht der Fall ist, dann sorgen steigende oder fallende Preise dafür, dass sich Angebot und Nachfrage wieder annähern. Der Preis ist also ein Marktsteuerungsinstrument[2]. Da es sich bei Agrargütern in der Regel um austauschbare, homogene Rohstoffe (Commodities) handelt, kann der Landwirt das Preisniveau kaum über einzelne Qualitätskriterien beeinflussen. Im Gegensatz zu den hochdifferenzierten Endprodukten der lebensmittelverarbeitenden Unternehmen ist die Wertschöpfung für diese Commodities gering. Deshalb ist der Landwirt ein Preisnehmer. Das bedeutet, dass er auf die Preisbildung keinen Einfluss hat. Er kann sich nur überlegen, wie viele seiner Agrargüter er zum Marktpreis anbieten möchte[3].

Die Landwirte sind also bestrebt, dass ihre betrieblichen Stückkosten niedriger sind als die Stückpreise, die sie beim Verkauf erzielen. Diese Differenz bestimmt am Ende den Gewinn des landwirtschaftlichen Betriebs. Um aber die Stückkosten zu senken und um sich von den Konkurrenten abheben zu können, muss die Produktivität erhöht werden, beispielsweise durch den Kauf besserer Maschinen, den Anbau ertragreicherer Sorten oder den Einsatz besserer Düngemittel. Dieser Produktivitätssteigerungen sind jedoch natürliche Grenzen gesetzt, da der wichtigste Produktionsfaktor der Landwirtschaft, der Boden, nicht beliebig vermehrt werden kann[4]. Dennoch ist es den Landwirten in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, ihre Produktivität durch intensive Bewirtschaftung zu steigern. Der enorme Kostendruck führt in der Landwirtschaft zu einem intensiven, über die Kosten ausgetragenen Verdrängungswettbewerb nach dem Motto „Wachse oder Weiche“[5].

Weil die Nachfrage der Konsumenten unelastisch ist beziehungsweise nur unwesentlich zunimmt, wenn der Preis sinkt, ist auch die Nachfrage der Verarbeiter und des Handels nach landwirtschaftlichen Rohstoffen unelastisch. Das bedeutet, dass das rasch steigende Angebot an den Agrarmärkten auf eine nur langsam wachsende Nachfrage trifft[6]. Jede Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft führt also in erster Linie zu Überkapazitäten, durch welche wiederum die Preise fallen und das Einkommen der Landwirte sinkt. Der englische Statistiker Gregory King (*1648, †1712) hatte diese großen Preisschwankungen auf freien Agrarmärkten bereits erkannt und die sogenannte Kingsche-Regel aufgestellt, nach der die geringe Elastizität der Nachfrage[7]  nach Weizen die Getreidepreise stärker schwanken lässt. Ein Rückgang des Weizenangebots führt demnach im Allgemeinen zu einer prozentual größeren Preissteigerung[8].

Inland – Starke Marktmacht auf der Nachfrageseite

In fast allen Ländern ist der Markt für Agrarrohstoffe dadurch charakterisiert, dass die Lebensmittelindustrie und der Lebensmittelhandel eine starke Marktmacht auf der Nachfrageseite haben. Die Angebotsseite ist durch eine polypolistische Struktur gekennzeichnet, d.h. die Anzahl der Marktteilnehmer ist groß und ihr Anteil am Markt entsprechend gering[9]. Die Konkurrenz zwischen den landwirtschaftlichen Erzeugern ist dementsprechend groß, weshalb es ihnen auf den Agrarmärkten i.d.R. nicht gelingt, einzeln oder gemeinsam Einfluss auf die Agrarmärkte und -preise zu nehmen[10]. Dadurch kommt es zwangsläufig zu besonders niedrigen Preisen, da die Anbieter, in dem Fall die Landwirte, mangels Alternative an diese wenigen Nachfrager verkaufen müssen und sich deren Bedingungen fügen müssen.

Zu dem Preisdruck aufgrund der Überproduktion kommt eine grundsätzlich schwache Verhandlungsposition der Landwirte gegenüber der hochkonzentrierten Lebensmittelindustrie (v.a. Fleisch, Milch und Zucker) und dem Lebensmittelhandel[11]. Nach Kenntnis des Bundeskartellamts werden die Wettbewerbsbedingungen im Lebensmitteleinzelhandel von den vier großen Gruppen Edeka, Rewe, Aldi und dem Schwarz-Konzern dominiert[12]. Gemeinsam beanspruchen sie einen Marktanteil von rund 70 Prozent[13]. Mit etwa 169 Milliarden Euro Bruttoumsatz haben sie 2018 etwa 66 Prozent des Umsatzes der 30 größten Lebensmittelhändler in Deutschland erwirtschaftet[14]. In Hinblick auf die Marktdurchdringung nehmen diese Unternehmen die Funktion eines „Gatekeepers“ ein. Dadurch sind die genannten Unternehmen grundsätzlich in der Lage, ihre starke Marktposition und die hohen Beschaffungsmengen in den Verhandlungen mit der Lebensmittelindustrie zu ihrem Vorteil zu nutzen und niedrige Einkaufspreise zu erzielen. Denn obwohl nur ein Teil der Agrarprodukte (<40% Milch, 35-40% Fleisch, 50% Obst und Gemüse) über den Lebensmittelhandel abgesetzt wird, ist er für die gesamte Preisbildung der im Inland abgesetzten Mengen relevant, da sich auch die inländischen übrigen Absatzkanäle danach richten. Den Verarbeitungsunternehmen steht jedoch der Export als alternative Absatzmöglichkeit offen, weswegen der tatsächliche Einfluss des Lebensmittelhandels auf die Preisbildung begrenzt ist. Die über den Lebensmittelhandel erzielbaren Preise befinden sich im Gleichgewicht zu den im Export erzielbaren Preise (Weltmarktpreis)[15].

Deshalb sind es die Unternehmen der Lebensmittelindustrie, die sich bei den (Kontrakt)Ausschreibungen des Lebensmittelhandels gegenseitig unterbieten, weil sie sich in einem intensiven Verdrängungswettbewerb befinden. Der Lebensmittelhandel, der sich selbst auch in einem permanenten Preiswettbewerb befindet, profitiert lediglich von diesem Unterbietungswettbewerb und kann die erzielten Preisabschläge an seine Kunden weitergeben[16]. Leitragende bei dieser marktgerechten Vorgehensweise sind die Landwirte, die nur äußerst selten direkte Lieferbeziehungen zum Lebensmittelhandel unterhalten und deshalb kaum eine Möglichkeit haben ihre Kosten in der landwirtschaftlichen Erzeugerstufe über den Handel an den Kunden zu überwälzen und kostendeckende Erzeugerpreise zu erzielen[17]. Es gibt auch kaum Möglichkeiten für die Landwirtschaft, über Produktdifferenzierung oder besondere Absatzkanäle ihre Wertschöpfung zu erhöhen[18].

Der Vollständigkeit halber sei hier noch das kartellrechtliche Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis erwähnt, welches irrigerweise von großen Teilen der Politik als Lösungsmöglichkeit für höhere Erzeugerpreise betrachtet wird, wovon jedoch keine Rede sein kann[19]. Konkret sollen dadurch kleine und mittlere Wettbewerber vor der Marktverdrängung durch große Händler zu geschützt werden, indem diese keine Lebensmittel unterhalb des Einstandspreises[20], den die Händler an die Lieferanten zahlen, an Verbraucher abgeben dürfen (§20 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB). Das Verbot tangiert also die Erzeugerpreise also gar nicht. Im Gegenteil ist sogar eher davon auszugehen, dass ein noch strikteres Verbot von Verkäufen unter Einstandspreisen dazu führen würde, dass der Verhandlungsdruck auf die Erzeuger bei einem solchen Verbot noch größer würde, damit die Endkundenpreise nicht erhöht werden müssen[21]. Gleiches gilt entsprechend für das in der europäischen UTP-Richtlinie geforderte Verbot der Handelspraktiken der sogenannten „schwarzen Liste“, welches bald in nationales Recht umgesetzt werden soll[22].

Ausland – Agrarexporte und -importe

Deutschlands Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln liegt nur bei 88 Prozent. Nur bei Schweinefleisch (119%), Weizen (107%), Weiß- und Rotkohl (105%), Konsummilch (111%), Zucker (161%) und Kartoffeln (138%) erzeugt die deutsche Landwirtschaft mehr als wir verbrauchen. Dazu kommen noch die verarbeiteten Frischmilcherzeugnisse (117%) und Käse (126%). Bei allen anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen liegt der Selbstversorgungsgrad weit unter 100 Prozent. Somit ist Deutschland ein Nettoimporteur von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft[23]. Im Jahr 2017 betrugen die deutschen Agrarexporte 73,3 Milliarden Euro und es wurden Agrargüter im Wert von 85,6 Milliarden Euro importiert. Insgesamt wird rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion in Deutschland exportiert.  Seit dem Jahr 2000 sind die deutschen Agrarexporte um über 160 Prozent gestiegen und stellen damit einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Die deutschen Agrarexporte machen 5,7 Prozent des deutschen Gesamtexports aus. Durch diese Wertschöpfung werden zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen und der Wohlstand gefördert. Zwar gibt es keine direkte Exportsubvention mehr, jedoch fließen in geringem Maße trotzdem Mittel in staatliche Exportförderprogramme, wie beispielsweise das Auslandsmesseprogramm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Von der Wertschöpfung des Agrarexports profitiert überwiegend die deutsche Ernährungswirtschaft. Der überwiegende Anteil der Exporte besteht aus verarbeiteten oder veredelten landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere Fleisch und Fleischerzeugnisse (9,8 Milliarden Euro), Milch und Milcherzeugnisse (9,8 Milliarden Euro), Getreideerzeugnisse und Backwaren (9,1 Milliarden Euro), Kakao und Kakaoerzeugnisse (5,5 Milliarden Euro) sowie Bier und Wein (etwa 1 Milliarde Euro)[24].

Das liegt vor allem daran, weil beim Export von reinen Agrarrohstoffen nur geringe Preise erzielt werden können. Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) betont, dass es für Deutschland „wirtschaftlich am sinnvollsten“ sei, wenn Güter mit möglichst hoher Wertschöpfung exportiert werden. Deshalb haben unverarbeitete Agrarerzeugnisse, wie beispielsweise Getreide, Kartoffeln sowie frisches Obst und Gemüse, auch nur einen Anteil von etwa 10 Prozent an den Agrarexporten. 

Gemäß der Theorie der komparativen Vorteile sind die deutschen Landwirte nicht in der Lage wettbewerbsfähig für den Weltmarkt zu produzieren. Deshalb wäre es aus rein ökonomischer Perspektive deutlich sinnvoller, wenn Agrarrohstoffe für die Lebensmittelindustrie künftig nur noch billig importiert werden würden und anschließend mit den produzierten hochverarbeiteten Lebensmitteln gehandelt werden würden. Das hätte jedoch die Abwicklung der heimischen Landwirtschaft zur Folge. Derzeit wird der Agrarexport durch die aus dem Kostendruck und den Fehlanreizen resultierende landwirtschaftliche Überproduktion und den damit verbundenen Preisverfall ermöglicht. Die Direktzahlungen erlauben es, dass die Landwirte ihre Agrargüter zu Preisen unterhalb der Erzeugungskosten verkaufen können. Dadurch subventionieren die Landwirte indirekt und zu Lasten ihres eigenen Einkommens die Lebensmittelindustrie, die dann wiederum mit ihren verarbeiteten Produkten die eigentliche Wertschöpfung erzielen.

Außerdem gibt es beim Import und Export von reinen Agrarrohstoffen ebenfalls eine starke Marktmacht auf der Nachfrageseite. Der Markt wird von den vier Unternehmen Archer Daniels Midland (ADM), Bunge, Cargill und die Louis Dreyfus Company dominiert, die zusammen einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Daraus resultiert, dass es beim Export von Agrarrohstoffen eine ähnliche Situation wie im Inland gibt und die genannten Unternehmen mit ihrer starken Marktposition großen Einfluss auf die Preisverhandlungen sowie die Anbaubedingungen nehmen können[25].

Mein persönliches Fazit

Im Inland haben die Landwirte kaum eine Chance ihre Erzeugerkosten über den Handel an den Verbraucher weiterzugeben. Der hochkonzentrierte Lebensmittelhandel fungiert als „Gatekeeper“ und spielt eine wichtige Rolle für die gesamte Preisbildung im Inland. Weil die Unternehmen der Lebensmittelindustrie jedoch auf den Export als alternativen Absatzkanal nutzen können, sollte der Einfluss des Lebensmittelhandels auf die Preisbildung nicht zu hoch eingeschätzt werden. Sicherlich haben die starke Marktposition und die hohen Beschaffungsmengen einen Einfluss, aber die niedrigen Erzeugerpreise resultieren vor allem daraus, dass die Unternehmen der Lebensmittelindustrie, die sich ebenfalls in einem Verdrängungswettbewerb befinden, sich bei den Ausschreibungen des Lebensmittelhandels gegenseitig unterbieten. Leidtragende sind dann die Landwirte, deren Erzeugerpreise immer weiter sinken. Die Zahl der Landwirte, die direkte Lieferbeziehungen zum Lebensmittelhandel unterhalten, ist gering und es gibt für sie kaum Möglichkeiten ihre Wertschöpfung über Produktdifferenzierung oder besondere Absatzkanäle zu erhöhen.

Vom Agrarfreihandel können nur einige wenige Großbauern profitieren, die sich auf den Anbau von sogenannten „Cash Crops“ spezialisieren und aus der Kombination von Subventionen und Freihandel etwas Profit ziehen zu können. Gemäß der Theorie der komparativen Vorteile sind die deutschen Landwirte jedoch grundsätzlich nicht in der Lage wettbewerbsfähig für den Weltmarkt zu produzieren, weil der wichtigste landwirtschaftliche Produktionsfaktor, der Boden, der Produktivitätssteigerung natürliche Grenzen setzt. Eine Ausweitung des Agrarfreihandels setzt die heimische Landwirtschaft deshalb einem gewaltigen Kostendruck aus, dem diese nicht standhalten können wird. Erneut ist es nur die Lebensmittelindustrie, die vom Agrarfreihandel und den dadurch zur Verfügung stehenden billigen Agrarrohstoffen profitiert. Zu den Verlierern des Agrarfreihandels gehören außerdem auch die Entwicklungs- und Schwellenländer, deren Wohlstand in Folge sinkt und dessen Bevölkerung weiter verarmt.

Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ist erstrebenswert. Durch die eigene landwirtschaftliche Produktion kann die Versorgungssicherheit erhalten werden und eine gewissen Unabhängigkeit von Lebensmittelimporten sowie Preisschwankungen auf dem Weltmarkt bewahrt werden. Außerdem kann nur so die Ernährungssouveränität, d.h. die Selbstbestimmung über die Kriterien, unter denen Nahrungsmittel angebaut werden, sichergestellt werden. Neben der Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln leistet die heimische Landwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt-, Natur-, Boden- und Gewässerschutz, dient der Pflege und dem Erhalt der Kulturlandschaften, schützt die biologischen Vielfalt und schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den ländlichen Räumen. Bei einer Verlagerung der Landwirtschaft ins Ausland müsste der Staat all diese Leistungen erbringen, was zweifelslos deutlich teurer werden würde. Der langfristige und anhaltende Trend des immer „Höfesterbens“ sollte deshalb aufgehalten werden.


[1] https://www.thuenen.de/media/institute/ma/Downloads/Tabelle1_Anteilsberechnung_2018.pdf

[2] Banse, M. & Knuck, J. & Weber, S., 2019, Stabile und hohe Milchpreise?! – Optionen für

eine Beeinflussung der Milchpreise. Thünen Working Paper 11. Zuletzt abgerufen am 26.07.2020, https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn060782.pdf

[3] http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20325/preisnehmer

[4] https://thinkaboutgeny.com/volkswirtschaftliche-produktionsfaktoren

[5] https://www.boell.de/de/2019/01/09/hoefesterben-wachsen-oder-weichen

[6] https://www.kas.de/de/web/soziale-marktwirtschaft/agrarpolitik

[7] Die Preiselastizität des Angebots stellt dar, wie sich die angebotene Menge eines Gutes prozentual verändert, wenn sich der Preis für dieses Gut um ein Prozent ändert. Je niedriger der Wert der Angebotselastizität ist, umso weniger stark, d. h. umso unelastischer, reagieren die Produzenten auf Preisveränderungen.

[8] https://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kingsche-regel

[9] http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/polypol/polypol.htm

[10] http://www.wirtschaftslexikon24.com/e/agrarmarkt-und-agrarpreispolitik/agrarmarkt-und-agrarpreispolitik.htm

[11] https://www.schulte-lawyers.com/schulteblog/agrarpolitik-kartellrecht

[12] Bundeskartellamt, 2014, Sektoruntersuchung Lebensmitteleinzelhandel – Darstellung und Analyse der Strukturen und des Beschaffungsverhaltens auf den Märkten des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland. Bericht gemäß § 32 e GWB. Zuletzt abgerufen am 20.07.2020, http://www.bundeskartellamt.de/Sektoruntersuchung_LEH.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D7, S. 406

[13] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4916/umfrage/marktanteile-der-5-groessten-lebensmitteleinzelhaendler/#:~:text=Die%20genossenschaftlich%20organisierte%20Edeka%2DGruppe,Konzern%20die%20Handelskette%20Netto%2DMarkendiscount.

[14] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153723/umfrage/groesste-unternehmen-im-lebensmitteleinzelhandel-nach-gesamtumsatz-in-deutschland/

[15] Simons, J. & Lenders, D. & Hartmann, M., 2020, Die Bedeutung der Strategien des LEH für die Landwirtschaft. In: Agra-Europe 31/20

[16] Bundeskartellamt, 2014, Sektoruntersuchung Lebensmitteleinzelhandel – Darstellung und Analyse der Strukturen und des Beschaffungsverhaltens auf den Märkten des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland. Bericht gemäß § 32 e GWB. Zuletzt abgerufen am 20.07.2020, http://www.bundeskartellamt.de/Sektoruntersuchung_LEH.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D7, S. 407

[17] https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/360/article/29448.html

[18] Simons, J. & Lenders, D. & Hartmann, M., 2020, Die Bedeutung der Strategien des LEH für die Landwirtschaft. In: Agra-Europe 31/20

[19] https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/20-cent-fuer-haehnchenschenkel-das-ist-unanstaendig-kloeckner-sagt-dumpingpreisen-fuer-lebensmittel-den-kampf-an/25424200.html    

[20]   = Preis, den ein Unternehmen für den Bezug einer Ware zahlen, abzüglich der Preisabschläge (Rabatte, Skonti, Zuschüsse) und zuzüglich der Bezugsnebenkosten (z.B. Transport, Versandversicherungen, etc.)

[21] Haucap, J. & Heimeshoff, U. & Klein, G. & Rickert, D. & Wey, C., 2013, Working Paper: Wettbewerbsprobleme im Lebensmitteleinzelhandel. Zuletzt abgerufen am 20.07.2020, https://www.econstor.eu/bitstream/10419/88409/1/773819630.pdf, S. 18

[22] Pressemitteilung Nr. 027/2020, 31.01.2020, Gespräch mit dem Handel im Kanzleramt: Wettbewerb nicht auf dem Rücken der Landwirte austragen. Zuletzt abgerufen am 26.07.2020, https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/027-handel.html

[23] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/659012/umfrage/selbstversorgungsgrad-mit-nahrungsmitteln-in-deutschland/

[24] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), 2018, Agrarexporte verstehen Fakten und Hintergründe. Zuletzt abgerufen am 20.07.2020, https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/Agrarexporte-verstehen.pdf?__blob=publicationFile&v=4, S. 9

[25] https://www.boell.de/de/2017/01/10/fuenf-agrarkonzerne-beherrschen-den-weltmarkt

Agropolit-X - Kritische Kommentare zur Agrarpolitik

2 Antworten auf „Geringe Wertschöpfung der Landwirtschaft – Warum sind die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise so niedrig?“

  1. Danke für diese hervorragende Analyse der Situation der Preisbildung in der deutschen Agrarwirtschaft. Allerdings hätte es mich gefreut, wenn Sie auch auf die Kollateralschäden eingegangen wären, die die EU-weite Verzerrung der Preisbildung und der Marktposition der Urproduktion durch öffentliche Agrarsubventionen mit sich bringen. Meine Meinung dazu ist, dass wir das Einkommen unserer Landwirte durch ein Mehr an Gemeinwohlleistungen verbessern sollten.
    Wie Sie richtig sagen ist eine Weltmarktorientierung (nicht nur dafür) der falsche Weg. Wir benötigen eine bessere Ertragslage für Urproduzenten, die Kriterien wie Nachhaltigkeit nachvollziehbar belegen und hierzu die eigene Prozessqualität zum Grundstock ihres ‚Return of Investment‘ machen. Dazu muss der klassische Deckungsbeitrag durch eine neue Größe ersetzt werden. Entstehen sollte ein System, in dem sozialisierte Nachhaltigkeitskosten nachvollziehbar zu Beeinträchtigungen der Marktposition führen. Hierfür benötigt man eine bessere und transparentere Prozessqualität. Klassische Agrarförderung ist eher kontraproduktiv.
    Fazit : Die Erzeugerpreise müssen in der Wertschöpfungskette steigen, letztlich auch für die Verbraucher. Dazu muss EU-Recht geändert werden. Mittelfristig sollten soziale Maßnahmen bewirken, dass wir uns das im Binnenmarkt alle leisten können.

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