Brauchen wir eine Fleischsteuer?

Nirgendwo ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft so dramatisch wie in der Nutztierhaltung. Im nationalen Alleingang beschließt die deutsche Politik in immer kürzeren Abständen immer mehr Auflagen und Verbote und verzerrt dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Betriebe. In Folge steigen die Produktionskosten immer weiter, während die Erzeugerpreise immer weiter sinken. Dazu kommen Fleischimporte zu Dumpingpreisen, mit denen die deutschen Tierhalter nicht mithalten können. Jedes Jahr steigen deshalb tausende kleine und mittlere landwirtschaftliche Familienbetriebe aus der Tierhaltung aus. Wenn es nach der Bundesregierung geht, dann soll jetzt eine Fleischsteuer oder ein Fleischsoli dem entgegenwirken. Doch wie sinnvoll ist das wirklich?

Was bedeutet das Insektenschutzgesetz für unsere Bauern?

„Insekten schützt jetzt ein Gesetz“, lässt sich die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zitieren. Und ihre Kollegin, die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), freut sich, dass die „Regelungen so ausgestaltet sind, dass unsere heimische Landwirtschaft nicht gefährdet ist“. Doch sind die beabsichtigten Maßnahmen wirklich ausgewogen und zielführend? Der Unmut bei den Bauern ist groß. Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, warnt vor gravierenden Folgen für die deutsche Landwirtschaft. Was steckt wirklich dahinter?

Landwirtschaft und Artenschutz funktionieren nur gemeinsam – Zielartenschutz statt Verbotspolitik

Das jüngst im Bundeskabinett beschlossene Insektenschutzgesetz sorgte für heftige Kritik aus der Landwirtschaft. Ohne wissenschaftliche Folgenabschätzung soll nun die Landwirtschaft durch neue Verbote und Auflagen allein für den Schutz und Erhalt der Insektenvielfalt sorgen. Und das, obwohl es in der Vergangenheit regional bereits eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz gab, dessen Förderfähigkeit nun bedroht ist. Vor allem kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben droht durch die neuen kostenträchtigen Einschränkungen das Aus. In diesem Blogbeitrag möchte ich deshalb einen alternativen Ansatz für einen effektiven Artenschutz aufzeigen.

Bauernproteste in Berlin – Meine Kommentare auf Klöckners Antwort auf die Forderungen

Seit einer Woche demonstrieren die Bauern wieder in Berlin gegen die verfehlte Agrarpolitik der Bundesregierung. Die wirtschaftliche Situation der Bauern ist katastrophal. Zu hohe Produktionskosten und zu niedrige Erzeugerpreise sorgen für niedrige Einkommen. Dazu kommen die Auswirkungen der Corona-Krise, die ebenfalls zu dramatischen Einkommenseinbußen geführt haben. Manch einer musste seine Hoftore bereits für immer schließen. Zehntausende landwirtschaftliche Betriebe sind akut in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. In diesem Beitrag werde ich die Antworten des schwarz geführten Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf das Forderungsschreiben der Bauern kommentieren.

Warum der ökologische Landbau der (globalen) Artenvielfalt stärker schadet als die moderne Landwirtschaft

Immer wieder wird argumentiert, dass der ökologische Landbau umwelt- und ressourcenschonender als seine konventionelle Alternative sei. Das BMEL und das BMU behaupten sogar, dass nur diese Bewirtschaftungsform geeignet sei, zum Erhalt der Artenvielfalt – sprich Artenschutz – beizutragen. NGOs, wie „Wir haben es satt“ fordern gar den vollständigen Umbau der Landwirtschaft hin zur ökologischen Landwirtschaft, weil dies u.a. dem Artenschutz diene. Doch ist das wirklich so?