Hilferuf an die Politik! – Wachsender Schweinestau droht in Tierschutzkatastrophe zu enden

Aufgrund der Corona-Ausbrüche in einigen Schlachthöfen wurden die Schlachtungen zwischenzeitlich unterbunden oder reduziert. Weil die Tierhalter ihre Schweine nicht vermarkten können, stauen sich die Schweine seit Wochen in den Ställen stauen. Das verursacht Zusatzkosten und massive Einkommenseinbußen bei den Landwirten. Wird der Schweinestau nicht zeitnah abgebaut, dann drohen sogar Notschlachtungen.

Landwirtschaft mit Zukunft – Warum wir eine grundlegende Reform der Agrarförderung benötigen

Derzeit verhandeln die EU-Agrarminister intensiv über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2022-2027. Bundeslandwirtschaftsministern Julia Klöckner (CDU) will die Verhandlungen noch in diesem Herbst abschließen und eine politische Einigung unter den EU-Staaten erzielen. Mit einem Anteil von 38 Prozent stellen die Mittel für die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) den größten Ausgabenblock im EU-Haushalt dar. Für jedes Jahr sind rund 58 Mrd. Euro für Agrarausgaben eingeplant. Dabei geht der größte Teil der Mittel in Form von Direktzahlungen direkt an die Landwirte. Nach derzeitigem Verhandlungsstand wird es nur kleinere Nachjustierungen bei der Agrarförderung geben. Im Großen und Ganzen wird das bestehende Agrarfördersystem weiterbetrieben werden. Das ist schade, denn die Verhandlungen für die neue GAP-Förderperiode bietet die Chance darüber nachzudenken, welche Landwirtschaft wir in Zukunft wollen und welche Landwirtschaft wir uns in Deutschland leisten wollen.

Agrarhaushalt 2021 – Warum der „Rekordhaushalt“ mehr Schein als Sein für die Landwirtschaft ist

In dieser Woche starteten die Haushaltsberatungen für das Jahr 2021 im Deutschen Bundestag. Der Agrarhaushalt – Einzelplan 10 – soll, wenn es nach der Bundesregierung geht, um 643 Millionen Euro auf 7,7 Milliarden Euro anwachsen. Das wären 1,9 Prozent der Gesamtausgaben des Bundeshaushalts und erneut der größte Agrarhaushalt, den es je gab. Die etwa 6,2 Milliarden Euro aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) von der EU für die erste (Direktzahlungen) und zweite Säule (ELER) sind im Einzelplan 10 übrigens nicht veranschlagt und kommen dementsprechend noch obendrauf. Auf den ersten Blick steht also ein recht großer Batzen Geld für die heimische Landwirtschaft zur Verfügung. Im folgenden Artikel werde ich beleuchten, wohin diese Gelder gehen und ob sie auch wirklich bei der Landwirtschaft ankommen.

Katastrophe mit Ansage – Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland

Am 10. September wurde in Brandenburg – Landkreis Spree-Neiße-Kreis und Oder-Spree – der erste Wildschwein-Kadaver mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Deutschland gefunden. Mittlerweile (Stand 23. September) konnte das Nationale Referenzlabor – Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – 32 bestätigte Fälle nachweisen. Das Virus wird direkt über Tierkontakte oder indirekt, zum Beispiel über Fleisch oder Wurst von infizierten Tieren, übertragen. Unter ungünstigen Bedingungen können unachtsam entsorgte Reste von virushaltigem Reiseproviant ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

Dramatisches Höfesterben in der deutschen Landwirtschaft – Ursachen und mögliche Auswege

In diesem Artikel sollen die verschiedenen Faktoren dargestellt werden, die für die schwierige wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft verantwortlich sind. Nur mit einem grundlegenden Verständnis der wirtschaftlichen Mechanismen auf den in- und ausländischen Agrarmärkten können Wege gefunden werden, wie die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise stabilisiert und gesteigert werden können. So könnten der deutschen Landwirtschaft neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnet werden und bestenfalls die vielfältigen heimischen Agrarstrukturen erhalten werden.