Existentielle Notlage der deutschen Schweinehalter – Die Freien Wähler in Bayern reden nicht, sondern handeln!

Die deutschen Schweinebauern befinden sich in einer existentiellen Krise. Aufgrund neuer politischer Auflagen, wie beispielsweise dem Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab nächstem Jahr, den neuen Haltungsvorschriften beim Kastenstand und der verschärften Düngeverordnung, müssen sie hohe Investitionskosten stemmen. Politisch bedingt steigen ihre Produktionskosten beständig, während die Preise gleichbleiben. Und als ob das noch nicht genug wäre, sind die Ferkel- und Schweinepreise durch die Corona-bedingt eingeschränkten Schlachthöfe, die Lockdown-Maßnahmen und den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest - und dem damit verbundenen Wegfall des Exports in Drittländer - massiv in den Keller gerutscht.

Verbot von unlauteren Handelsbedingungen – Entlastung oder neuer Preisdruck für die Landwirtschaft?

Schon auf dem Agrargipfel im Kanzleramt im Dezember letzten Jahres, der eilig und als Reaktion auf die massiven Bauernproteste einberufen wurde, versprach die Bundeslandwirtschaftsministerin, dass sie die Landwirte mit der Eins-zu-eins-Umsetzung der UTP-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken gegenüber dem Handel stärken werde. Auf dem Lebensmittelgipfel im Februar dieses Jahres erneuerte sie diese Forderung. Jetzt hat das Bundeskabinett den zugehörigen Gesetzesentwurf beschlossen. Doch ist das Gesetz geeignet, um Verhandlungen auf Augenhöhe in der Lebensmittellieferkette herzustellen? Werden sich die vollmundigen Versprechen von Frau Klöckner bewahrheiten? Oder entpuppt sich das Gesetz gar als Bumerang für die Landwirtschaft?

Ab nächstem Jahr wird es noch mal richtig teuer für die Landwirtschaft

Zuletzt haben die Verschärfung der Düngeverordnung, neue Haltungsvorgaben in der Sauenhaltung, die Neuregelung der Gewässerabstände, die Corona-Krise, den Schlachtstau und der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest den existentiellen Druck in der Landwirtschaft stark erhöht. Während die landwirtschaftlichen Produktionskosten stark steigen, sind die Preise gleichzeitig auf einem absoluten Tiefpunkt. Die Landwirtschaft steckt in der Krise. Als ob das aber alles noch nicht schlimm genug wäre, ist Anfang November ein Gesetz der Bundesregierung in Kraft getreten, welches ab nächstem Jahr den Kostendruck noch mal richtig erhöhen wird.

Quo vadis, Weidetierhaltung?

Fällt das Wort Weidehaltung, dann verbinden die meisten Menschen hauptsächlich positive Aspekte damit. Doch wie steht es eigentlich um die Weidehaltung in Deutschland? Wie hat sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt und wo geht die Reise hin?

Klöckner rudert zurück – Kann der Schweinestau doch noch vor einer Tierschutzkatastrophe abgewendet werden?

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ist zurückgerudert und hat endlich erkannt, dass wir auf eine gewaltige Tierschutzkatastrophe zusteuern. Wegen der Corona-Pandemie bestehen derzeit eingeschränkte Kapazitäten bei den Schlacht- und Zerlegebetrieben. Wird dieser „Schlachtstau“/"Schweinestau" nicht schnell abgebaut, dann drohen Notschlachtungen.