Verbot des Kükentötens – Fleischfresser können nicht mit Salat gefüttert werden

In der modernen Geflügelwirtschaft werden Legehennen speziell für die Eierzeugung gezüchtet. Die männlichen Nachkommen werden kurz nach dem Schlupf getötet, weil sie sich aufgrund ihres geringen Fleischansatzes nicht für die Aufzucht und Mast eignen. Entgegen dem gängigen Vorurteil werden die Küken jedoch nicht geschreddert, sondern in einem zweistufigen Verfahren zunächst mit Kohlenstoffdioxid (CO2) betäubt und dann bei Wahrnehmungslosigkeit mit einer höheren Dosis des Gases getötet. Jährlich werden auf diese Weise schätzungsweise 40 Millionen männliche Eintagsküken in Deutschland getötet.

Was kommt mit dem neuen Klimaschutzgesetz auf die deutsche Landwirtschaft zu?

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche ein neues Klimaschutzgesetz beschlossen. Auslöser war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, welches die ursprünglichen Ziele des Klimaschutzgesetzes als verfassungswidrig einstufte. Der Gesetzgeber ist nun verpflichtet, die Treibhausgasemissions-Minderungsziele für die Zeiträume nach 2030 näher zu regeln, weil die bisherigen gesetzlichen Maßgaben für den gebotenen rechtzeitigen Übergang zu Klimaneutralität nicht ausreichen würden.Was bedeutet das für die Landwirtschaft?

Borcherts Empfehlungen zum Umbau der Tierhaltung: Mehr neue Planungsunsicherheiten als Zukunftsmodell

Für die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Nutztierhaltung in Deutschland wurde im Jahr 2019 das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung unter Vorsitz des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert (auch „Borchert-Kommission) eingesetzt, welches bereits Anfang 2020 seine Empfehlungen vorgelegt hatte. Ziel dieser Empfehlungen ist es, alle tierhaltenden Betriebe in Deutschland innerhalb von 20 Jahren auf ein deutlich höheres Tierwohlniveau zu bringen und „Tierwohl-Produkte“ zu den gleichen Kosten zu erzeugen wie herkömmliche Produkte. Inzwischen liegen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sowie der Folgenabschätzung vor.

EU Green Deal: Schlechter Deal für den Planeten (Teil 2)

Im Dezember 2019 kündigte die EU mit dem „Green Deal“ ein umfangreiches Maßnahmenpaket an, um Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Der Plan beinhaltet unter anderem Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen und Verbesserung der Wälder, Landwirtschaft, umweltfreundlicher Transport, Recycling und erneuerbare Energien. Die EU wolle „dem Rest der Welt zeigen, wie man nachhaltig und wettbewerbsfähig“ sei, wie Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, sagte. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigten kürzlich in einem in der Zeitschrift Nature veröffentlichtem wissenschaftlichen Artikel auf, dass der Green Deal jedoch eher ein schlechter Deal für den Planeten zu werden droht.

EU Green Deal: Schlechter Deal für Bauern und Bürger (Teil 1)

Im Rahmen ihres Green Deal beabsichtigt die Europäische Kommission die Landnutzung sowie den Einsatz von Düngemitteln, Antibiotika und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft bis 2030 gezielt einzuschränken. Der Wirtschaftsforschungsdienst (ERS) des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten (USDA) hat eine Reihe von politischen Simulationen durchgeführt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der vorgeschlagenen Ziele zu untersuchen.