Faktencheck Insektensterben – Welchen Anteil hat die Landwirtschaft wirklich?

Seit einigen Jahre ist das „Insektensterben“ ein Teil der öffentlichen Debatte und ist sogar im politischen Diskurs angekommen. Umwelt-NGOs, wie beispielsweise der NABU, warnen davor, dass wir es in Deutschland mit einem massiven Rückgang der Insekten zu tun hätten. Der Verlust der Artenzahlen, der Häufigkeiten oder der Biomasse sei ein flächendeckendes Problem. Einer der Hauptgründe für das „Insektensterben“, so die einhellige Meinung, sei die intensive Landwirtschaft. Doch ist das wirklich so? Was wissen wir wirklich? Mehr dazu im Folgenden Faktencheck.

Worum geht es? – Krefelder Studie

In den öffentlichen Fokus rückte das Thema vor allem durch die sogenannte „Krefelder Studie“. Bei dieser Studie wurden über einen Zeitraum von 27 Jahren (1989 – 2016) in 63 deutschen Schutzgebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg flugfähige Insekten gefangen und die Biomasse der gefangenen Insekten ermittelt. Auf dieser Basis konnte nachgewiesen werden, dass es in den untersuchten Gebieten einen Rückgang der Insektenbiomasse von durchschnittlich 76 Prozent gebe. Die Wissenschaftler weisen jedoch in der Studie auch auf die Begrenztheit ihrer Methoden hin und weisen auf den zusätzlichen Forschungsbedarf hin[1]. So wurden beispielsweise nur fliegende Insekten untersucht, es wurde das kaum objektiv zu bestimmende Feuchtgewicht der Fänge gemessen, die Artenzusammensetzung wurde nicht untersucht und an keiner der Probenahmestellen wurde über den Zeitraum der 27 Jahre kontinuierlich gefangen, weshalb alle Aussagen zum Rückgang der Biomasse sich daher nur auf die Gesamtheit aller Fänge beziehen. Außerdem macht die Studie keine Aussagen über die Artenzahl, da nur die Biomasse untersucht wurde[2]. Trotzdem ist die „Krefelder Studie“ bisher die beste Datengrundlage für das „Insektensterben“ in Deutschland.

„Die Art und Weise der landwirtschaftlichen Nutzung entscheidet maßgeblich mit, ob Insekten in der Umgebung überleben können.“

BMin Svenja Schulze (SPD)

Kritik an der Krefelder Studie

Zur Aussagekraft der „Krefelder Studie“ muss jedoch angemerkt werden, dass die Veränderungen der landwirtschaftlichen Betriebe in diesen Gebieten bei der Interpretation der Ergebnisse nicht berücksichtigt wurden. So berichtet ein ortsansässiger Agraringenieur, welcher bei der Landwirtschaftskammer NRW arbeitet, dass sich im Untersuchungszeitraum beispielsweise die Zahl der viehhaltenden Betriebe im Naturschutzgebiet Orbroich von rund 12-15 auf zwei Milchviehbetriebe reduziert habe. Die umgebenden Grünlandflächen, welche früher für die Weidetierhaltung genutzt wurden, werden heute kaum noch zu diesem Zweck genutzt. Damit sind weitestgehend natürlich auch diejenigen Insekten aus dem Gebiet verschwunden, die für ihre Entwicklung auf die Kuhfladen angewiesen waren. Durch den Wandel zur ausschließlichen Wiesennutzung hat sich wiederum die Schnittintensität erhöht. Dabei ist unbestritten, dass die intensive Grünlandnutzung zum Verlust der wichtigsten Insektennahrungsquellen führen kann. Weitestgehend weggefallen sind außerdem Auch die Misthaufen sind bei den verbleibenden Betrieben mit Viehhaltung weitestgehend weggefallen, weil die gesetzlichen Vorgaben vorschreiben, dass Gülle in abgedeckten Behältern gelagert werden muss. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass es bei der Grünlandbewirtschaftung im Vertragsnaturschutz ein allgemeines Düngungsverbot gibt, welches auch die Kalkung einschließt. Das bedeutet, dass das dortige Grünland mehr und mehr versauert. Sinkt der pH-Wert aber zu stark, dann verschwinden auch die Kleearten und mit ihnen viele Hummeln und Wildbienenarten, die oft auf die Blüten der Kleearten angewiesen sind[3].

Weitere Studienlage    

Weitere Belege für ein „Insektensterben“ in Deutschland liefert eine Studie der Technischen Universität München (TUM). In dieser wurden zwischen 2008 und 2017 auf 290 Flächen (150 Grünlandflächen und 140 Waldflächen) in Brandenburg, Thüringen und Baden-Württemberg über eine Millionen Arthropoden (Gliederfüßer) gesammelt. Es konnte nachgewiesen werden, dass viele der fast 2.700 untersuchten Arten sowohl auf Wiesen als auch in Wäldern um etwa ein Drittel rückläufig sind[4]. Die Gesamtbiomasse nahm im Grünland um 67 Prozent und in den Wäldern um etwa 40 Prozent ab. Dabei wurde der Einfluss schwankender Wetterbedingungen bei der Auswertung berücksichtigt. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass alle untersuchten Wald- und Grünlandflächen von dem Arthropodenrückgang betroffen sind. Der größte Schwund wurde auf den Grünlandflächen festgestellt, die in besonderem Maße von Ackerland umgeben sind. Es seien jedoch weitere Studien nötig, um die Auswirkungen der Landwirtschaft genauer zu untersuchen[5].

Kürzlich wurde zudem die bislang umfassendste Meta-Analyse zu Veränderungen der Insektenzahlen mit Daten aus 166 Langzeitstudien an 1676 Gebieten weltweit veröffentlicht. Die Daten wurden im Zeitraum zwischen 1925 und 2018 erhoben. Insgesamt wird gezeigt, dass die Zahl landlebender Insekten, wie beispielsweise Schmetterlinge, Heuschrecken oder Ameisen, durchschnittlich um etwa 0,92 Prozent pro Jahr rückläufig sei. Die Zahl der an Süßwasser gebundenen Insekten, wie beispielsweise Libellen und Köcherfliegen, hingegen sei um 1,08 Prozent pro Jahr gestiegen[6]. Es gebe jedoch große Unterschiede in den lokalen Trends – selbst zwischen nahe gelegenen Gebieten. So gebe es beispielsweise in Deutschland sowohl Gebiete mit Rückgängen als auch Gebiete mit wenig Veränderungen oder sogar Zunahmen. Die Wissenschaftler konnten nicht mit Sicherheit die Ursachen für die verschiedenen Trends bestimmen. Jedoch fanden sich Hinweise dafür, dass für den Rückgang der landlebenden Insekten insbesondere die Zerstörung natürlicher Lebensräume, vor allem durch die Verstädterung, verantwortlich ist[7]. Das deckt sich mit den Ergebnissen des Weltbiodiversitätsrates IPBES, der in seinem letzten Bericht ebenfalls die Landnutzungsänderungen als die Hauptursache für den Artenverlust identifiziert hatte[8].

Hauptursachen für das Insektensterben

Wie bereits deutlich wurde, besteht noch enormer Forschungsbedarf beim Thema Insektenrückgang. Es ist sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Landwirtschaft, die immerhin mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands nutzt, einen Einfluss auf die biologische Vielfalt hat. Dazu zählt natürlich auch die biologische Vielfalt der Insekten. Für den NABU ist die intensive Landwirtschaft deshalb sogar die Hauptursache des „Insektensterbens“ und führt dabei vor allem den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln – die fälschlicherweise oft auch als „Pestizide“ bezeichnet werden – und die Monotonie auf den Äckern an. Durch eine Verengung der Fruchtfolgen, fehlende Strukturelemente wie Feldgehölze, Acker- und Gewässerrandstreifen sowie Überdüngung käme es zu einer enormen Minimierung der Pflanzenvielfalt. In Folge würden wichtige Nahrungshabitate für Insekten verloren gehen[9]. Dazu liegen aber, wie bereits erwähnt, bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vor, da noch keine Ursachenforschung betrieben wurde.

Was die Verengung der Fruchtfolgen und die abnehmenden Strukturelemente anbelangt, so liegen diese meist darin begründet, dass die Landwirte enormen wirtschaftlichen Zwängen ausgesetzt sind, die auf der verfehlten Agrarpolitik der vergangenen  Jahrzehnte basiert. In Bezug auf die angebliche Überdüngung unterschlägt der NABU, dass Insekten essentiell auf Stickstoff (N) in ihrer Nahrungskette angewiesen sind. Wird die Stickstoffzufuhr auf landwirtschaftlichen Flächen oder in Naturschutzgebieten reduziert, wie beispielweise durch die jüngst verschärfte Düngeverordnung oder das allgemeine Düngeverbot im Vertragsnaturschutz, dann reduziert sich gleichzeitig der für Insekten verfügbare Stickstoff und damit auch deren Reproduktionsraten. Umgekehrt führt eine stärkere Stickstoffdüngung also zu einer höheren Reproduktionsrate der Insekten[10][11].

Der Einfluss der chemischen Pflanzenschutzmittel muss ebenfalls kritisch betrachtet werden. Wissenschaftliche Belege dafür, dass chemische Pflanzenschutzmittel einen Einfluss auf das „Insektensterben“ haben, gibt es bislang nicht[12]. Darüber hinaus unterliegen Pflanzenschutzmittel strengen Zulassungsvoraussetzungen und dürfen nur gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen guten fachlichen Praxis des integrierten Pflanzenschutzes eingesetzt werden. Das beinhaltet vorbeugende Maßnahmen, um den Befall von vorneherein gering zu halten, die sachgerechte Anwendung bei Überschreitung einer gewissen Schadschwelle sowie die Dokumentation der Anwendung[13]. Im Falle eines vollständigen Verzichts chemischer Pflanzenschutzmittel drohen enorme Ertragsausfälle und eine Zunahme der Importabhängigkeit von Nahrungsmitteln.

Was definitiv einen Einfluss auf die biologische Artenvielfalt und damit auch auf das „Insektensterben“ in Deutschland haben dürfte sind Landnutzungsänderungen, in dessen Folge es zu einem Verlust von Lebensräumen kommt. Vor allem der Flächenverbrauch, d.h. die Umwandlung von landwirtschaftlicher Nutzfläche in Siedlungs- und Verkehrsflächen, ist hier zu nennen. Täglich werden auf diese Weise 56 Hektar Lebensraum zerstört[14]. Dazu gibt es Hinweise, dass auch der massive Ausbau von Windparks seit 1990 für einen erheblichen Anteil der Dezimierung von Fluginsekten verantwortlich sei[15].

„Als größter Flächennutzer steht natürlich auch die Landwirtschaft in der Verantwortung. Unsere Bauern sind wie kein zweiter auf die Ökosystemleistungen der Insekten angewiesen.“

BMin Julia Klöckner (CDU)

Was will die Politik?

Im vom Bundeskabinett verabschiedeten „Aktionsprogramm Insektenschutz“ wird festgestellt, dass die Ursachen des Insektenrückgangs vielfältig und insgesamt komplex seien. Ungeachtet des beträchtlichen Forschungsbedarfs zum Insektenrückgang, besteht laut Bundesregierung trotzdem akuter Handlungsbedarf. Hauptschwerpunkt im Bereich Landwirtschaft soll dabei vor allem die deutlichen Reduktion des Einsatzes von chemischen Pflanzenschutzmitteln sein. Die wichtigsten Maßnahmen des Aktionsprogramms sollten ursprünglich in einem Insektenschutzgesetz als Artikelgesetz zusammengefasst und parallel durch Rechtsverordnungen ergänzt werden[16].

Aufgrund der massiven Bauernproteste gegen das „Aktionsprogramm Insektenschutz“, wurde dieses Vorgehen jedoch geändert. Nun sollen die Maßnahmen in vielen kleinen Einzelgesetzen umgesetzt werden[17]. Fraglich ist jedoch, ob die Maßnahmen des Aktionsprogramms überhaupt geeignet sind den Insektenrückgang zu reduzieren. Es ist fahrlässig die heimische Landwirtschaft ohne eine vorab durchgeführte Ursachenforschung zum „Insektensterben“ und einer umfassenden Folgenabschätzung, der Maßnahmen mit weiteren Auflagen und Restriktionen zu belasten. Es steht deshalb zu befürchten, dass die einzige Folge ein weiter beschleunigtes Höfesterben sein wird.

„Wir werden das Insektensterben umfassend bekämpfen – darauf haben wir uns im Koalitionsvertrag verständigt. Unsere Insekten sind für den Erhalt der Landwirtschaft entscheidend.“

BMin Julia Klöckner (CDU)

Mein persönliches Fazit

In erster Linie sollte klar differenziert werden, was mit dem Begriff „Insektensterben“ überhaupt gemeint ist. Geht um das Aussterben einzelner Arten? Den Verlust der Artenvielfalt in einem Gebiet? Dem Rückgang der Anzahl der Individuen einer Art? Den Rückgang der allgemeinen Insektenbiomasse? Beispielsweise ist die Biomasse m.E. kein geeignetes Kriterium für das „Insektensterben“. In stabilen Ökosystemen kommt es unweigerlich immer auch zu einer Stabilisierung der Räuber-Beute-Beziehungen von Insekten. Das bedeutet, dass sich zwar ein Gleichgewicht der Insektenbiomasse auf niedrigem Niveau entwickelt, sich aber gleichzeitig eine relativ hohe Artenvielfalt ergibt. Ein Rückgang der gefangenen Insektenbiomasse in stabilen Ökosystemen ist also sogar ein Indiz für eine hohe Artenvielfalt.

Die wissenschaftlichen Indizien sind hoch, dass es einen Insektenrückgang zu geben scheint. Welche Ursachen das hat und wie sich dieser genau bemerkbar macht, ist hingegen noch unklar. Deshalb ist unbedingt weiterer Forschungsbedarf nötig. Von politischen „Schnellschüssen“, wie im Aktionsprogramm Insektenschutz geplant, sollte, bevor keine belastbaren wissenschaftlichen Ergebnisse vorliegen, zunächst abgesehen werden. Zu groß könnten sonst die wirtschaftlichen Folgen für die landwirtschaftlichen Betriebe sein.

Es wäre weise, die Landwirtschaft nicht als das Problem, sondern als die Lösung zu betrachten. Der Schlüssel fürmehr Insektenschutz ist m.E. der kooperative Naturschutz. Diesem durch Ordnungsrecht die Grundlage und Fördefähigkeit zu entziehen kann nicht der richtige Weg sein. Anstelle neuer Auflagen und Restriktionen solte die Politik sicherstellen, dass beispielsweise eine bedarfsgerechte Düngung, ein bedarfsgerechter Pflanzenschutz sowie die Weidetierhaltung weiterhin möglich sind. Hier gäbe es tatsächlich dringenden politischen Handlungsbedarf, der auch den Insekten zu gute käme.

Was sind eure Erfahrungen hinsichtlich des Insektenschutzes und wo seht ihr die Hauptprobleme? Wie bewertet ihr die Pläne der Bundesregierung? Schreibt gerne in die Kommentare.


[1] Hallmann, C.A. & Sorg, M. & Siepel, H. & Hofland, N. & Schwan, H. & Stenmans, W. & Müller, A. & Sumser, H. & Hörren, T. & Goulson, D. & de Kroon, H., 2017, More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas. Zuletzt abgerufen am 14.08.2020, https://journals.plos.org/plosone/article/file?id=10.1371/journal.pone.0185809&type=printable

[2] https://www.vbio.de/themenspektrum/biodiversitaet/insektenschwund/die-krefelder-studie/

[3] Kommentar von Dipl.-Agraringenieur Herwig Scholz, https://www.bauerwilli.com/weniger-insektenmasse-aber-mehr-vielfalt-gut-so/

[4] https://www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35768/

[5] Seibold, S. & Gossner, M.M. & Simons, N.K. & Blüthgen, N. & Müller, J. & Ambarli, D.& Ammer, C. & Bauhus, J. & Fischer, M. & Habel, J.C. & Linsenmair, K.E. & Nauss, T. & Penone, C. & Prati, D. & Schall, P. & Schulze, E.-D. & Vogt, J. & Wöllauer, S. & Weisser, W.W., 2019, Arthropod decline in grasslands and forests is associated with drivers at landscape level. Nature, 30.10.2019 – DOI: 10.1038/s41586-019-1684-3

[6] van Klink, R. & Bowler, D.E. & Gongalsky, K.B. & Swengel, A.B. & Gentile, A. & Chase, J.M., 2020, Meta-analysis reveals declines in terrestrial but increases in freshwater insect abundances. Science, 368(6489) DOI: 10.1126/science.aax9931

[7] https://www.idiv.de/de/news/news_single_view/1695.html

[8] https://www.un.org/sustainabledevelopment/blog/2019/05/nature-decline-unprecedented-report/

[9] https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insektensterben/23580.html

[10] https://www.scinexx.de/news/biowissen/insekten-lieben-stickstoff/

[11] https://www.duengerfuchs.de/newsletter-artikel/n-duengung-und-bodenleben-stickstoff-gilt-als-motor-des-lebens/

[12] https://www.deutschlandfunk.de/neue-daten-zum-insektenschwund-nicht-alle-bestaende-darben.676.de.html?dram:article_id=427914

[13] BMELV, 2010, Gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz – Grundsätze für die Durchführung. Zuletzt abgerufen am 14.08.2020, https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/GutePraxisPflanzenschutz.pdf?__blob=publicationFile&v=3

[14] https://www.bmu.de/themen/europa-internationales-nachhaltigkeit-digitalisierung/nachhaltige-entwicklung/strategie-und-umsetzung/reduzierung-des-flaechenverbrauchs/

[15] https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2019/01/20190326_dlr-studie-zu-wechselwirkungen-von-fluginsekten-und-windparks.html

[16] BMU, 2019, Aktionsprogramm Insektenschutz – Gemeinsam wirksam gegen das Insektensterben. Zuletzt abgerufen am 14.08.2020, https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/aktionsprogramm_insektenschutz_kabinettversion_bf.pdf

[17] https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/2-runder-tisch-insektenschutz-jeder-muss-seinen-beitrag-leisten-12096396.html

Agropolit-X - Kritische Kommentare zur Agrarpolitik

2 Antworten auf „Faktencheck Insektensterben – Welchen Anteil hat die Landwirtschaft wirklich?“

  1. Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem allgemein, (nicht nur beim Insektenschutz), dass:
    1. Die Politik die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe Massiv reduzieren will, was ja Herr Timmermanns auch zugegeben hat. Ich schätze mit dem Ziel die Betriebe dann besser kontrollieren zu können.

    2. die heimische Lebensmittelproduktion soll geschwächt und reduziert werden. Durch die hohe Exportzahl von Industriegütern hat Deutschland einen hohen Exportüberschuss. Dass lassen sich die Importländer auf Dauer nicht gefallen. Schon allein aufgrund finanzieller Aspekte. Da diese Länder allerdings häufig nur Agrargüter liefern können, hat unsere Politik das Ziel die Importe von Agrarprodukten deutlich zu erhöhen.
    Umweltaspekte werden nur vorgeschoben. In wirklichkeit werden sie mit Füßen getreten.

    3. Meiner Meinung nach hat die Verstädterung und Zersiedlung den größten negativen Einfluss.
    Hier muss entlich eingegriffen werden und der Versiegelung gegengesteuert werden.
    Dazu gehört für mich eine Pflicht leer stehende Gebäude zu nutzen. Ein Verbot von Zweitwohnsitzen, wenn eine der beiden Häuser, Wohnungen dadurch großteils leer steht.
    Außerdem ein Konzept die Bevölkerung in der Fläche zu halten. Was einer massiven Förderung der Industrie in manchen Regionen Deutschlands Bedarf. Und zusätzlich ein Rückbau und Entsiegelungskonzept falls Gebäude, Straßen etc. Nicht mehr benötigt werden.

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