EU Green Deal: Schlechter Deal für den Planeten (Teil 2)

Im Dezember 2019 kündigte die EU mit dem „Green Deal“ ein umfangreiches Maßnahmenpaket an, um Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Der Plan beinhaltet unter anderem Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen und Verbesserung der Wälder, Landwirtschaft, umweltfreundlicher Transport, Recycling und erneuerbare Energien. Die EU wolle „dem Rest der Welt zeigen, wie man nachhaltig und wettbewerbsfähig“ sei, wie Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, sagte. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigten kürzlich in einem in der Zeitschrift Nature veröffentlichtem wissenschaftlichen Artikel auf, dass der Green Deal jedoch eher ein schlechter Deal für den Planeten zu werden droht.

EU Green Deal: Schlechter Deal für Bauern und Bürger (Teil 1)

Im Rahmen ihres Green Deal beabsichtigt die Europäische Kommission die Landnutzung sowie den Einsatz von Düngemitteln, Antibiotika und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft bis 2030 gezielt einzuschränken. Der Wirtschaftsforschungsdienst (ERS) des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten (USDA) hat eine Reihe von politischen Simulationen durchgeführt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der vorgeschlagenen Ziele zu untersuchen.

Die Macht der Umweltlobby – Wie sich mit dem Geschäft mit dem Umweltschutz hunderte von Millionen Euro verdienen lassen (Teil 2)

Im ersten Teil dieses Beitrags habe ich aufgezeigt, wie große „Umwelt-NGOs“ mit ausgesuchten und emotionalen Negativbeispielen und Halbwahrheiten bewusst skandalisieren, um starke gesellschaftliche Empörung zu erzeugen und damit ihre teilweise radikalen Forderungen politisch durchzusetzen. Aufgrund der schleichenden Erosion klassischer Institutionen und der medialen Aufmerksamkeit haben diese NGOs einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung. Im zweiten und letzten Teil werde ich aufzeigen, wie viel Geld sich mit diesem Vorgehen verdienen lässt.

Die Macht der Umweltlobby – Mit welchen Methoden mächtige NGOs die öffentliche Meinungsbildung über die Landwirtschaft dominieren (Teil 1)

In der medialen Wahrnehmung kommen die deutschen Bauern oft als Sündenböcke rüber. Geht es um die Landwirtschaft, dann dominieren ideologische Kampfbegriffe, wie „Massentierhaltung“, „Überdüngung“, „Artensterben“, „Klimakiller“ und „Pestizide“, die (öffentlich-rechtliche) Berichterstattung. Es wundert daher nicht, dass sich diese massive öffentliche Kritik bei etwa 33% der Bauern negativ auf die Motivation auswirkt. In diesem Beitrag werden ich Ihnen aufzeigen, wie stark der Einfluss der "Umwelt-NGOs" mittlerweile ist und welch mächtigen Einfluss sie mittlerweile auf die öffentliche Meinungsbildung haben.

Brauchen wir eine Fleischsteuer?

Nirgendwo ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft so dramatisch wie in der Nutztierhaltung. Im nationalen Alleingang beschließt die deutsche Politik in immer kürzeren Abständen immer mehr Auflagen und Verbote und verzerrt dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Betriebe. In Folge steigen die Produktionskosten immer weiter, während die Erzeugerpreise immer weiter sinken. Dazu kommen Fleischimporte zu Dumpingpreisen, mit denen die deutschen Tierhalter nicht mithalten können. Jedes Jahr steigen deshalb tausende kleine und mittlere landwirtschaftliche Familienbetriebe aus der Tierhaltung aus. Wenn es nach der Bundesregierung geht, dann soll jetzt eine Fleischsteuer oder ein Fleischsoli dem entgegenwirken. Doch wie sinnvoll ist das wirklich?