Bauernproteste in Berlin – Meine Kommentare auf Klöckners Antwort auf die Forderungen

Seit einer Woche demonstrieren die Bauern wieder in Berlin gegen die verfehlte Agrarpolitik der Bundesregierung. Die wirtschaftliche Situation der Bauern ist katastrophal. Zu hohe Produktionskosten und zu niedrige Erzeugerpreise sorgen für niedrige Einkommen. Dazu kommen die Auswirkungen der Corona-Krise, die ebenfalls zu dramatischen Einkommenseinbußen geführt haben. Manch einer musste seine Hoftore bereits für immer schließen. Zehntausende landwirtschaftliche Betriebe sind akut in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. In diesem Beitrag werde ich die Antworten des schwarz geführten Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf das Forderungsschreiben der Bauern kommentieren.

Warum der ökologische Landbau der (globalen) Artenvielfalt stärker schadet als die moderne Landwirtschaft

Immer wieder wird argumentiert, dass der ökologische Landbau umwelt- und ressourcenschonender als seine konventionelle Alternative sei. Das BMEL und das BMU behaupten sogar, dass nur diese Bewirtschaftungsform geeignet sei, zum Erhalt der Artenvielfalt – sprich Artenschutz – beizutragen. NGOs, wie „Wir haben es satt“ fordern gar den vollständigen Umbau der Landwirtschaft hin zur ökologischen Landwirtschaft, weil dies u.a. dem Artenschutz diene. Doch ist das wirklich so?

Positives Image der Landwirtschaft – Warum gibt es trotzdem Bauernbashing?

Auf 18,1 Millionen Hektar – knapp 51% der Fläche Deutschlands – wird Landwirtschaft betrieben. Die deutschen Landwirte sichern nicht nur unsere Ernährung, sondern sie erhalten und pflegen vor allem auch unsere vielfältigen Kulturlandschaften. Sie schützen unsere natürlichen Lebensgrundlagen, sprich Boden, Wasser und Luft sowie mittelbar auch die Flora und Fauna.