Klöckner rudert zurück – Kann der Schweinestau doch noch vor einer Tierschutzkatastrophe abgewendet werden?

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ist zurückgerudert und hat endlich erkannt, dass wir auf eine gewaltige Tierschutzkatastrophe zusteuern. Wegen der Corona-Pandemie bestehen derzeit eingeschränkte Kapazitäten bei den Schlacht- und Zerlegebetrieben. Wird dieser „Schlachtstau“/"Schweinestau" nicht schnell abgebaut, dann drohen Notschlachtungen.

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Die Illusion von der Rückkehr der kleinen regionalen Schlachthöfe

Im Zuge der Corona-Ausbrüche im Schlachtunternehmen Tönnies und anderer Großschlachtereien, sind abermals die Arbeitsbedingungen dieser Branche in den öffentlichen Fokus gerückt. Schnell forderte eine Vielzahl von Spitzenpolitikern aus verschiedenen Parteien öffentlichkeitswirksam, dass diese prekären Arbeitsbedingungen unverzüglich verboten gehören. Allen voran betonte der SPD-Arbeitsminister, Hubertus Heil, dass die Arbeitsverhältnisse in der Branche dringend „aufgeräumt“ werden müssen. Vor allem die Arbeits- und Wohnbedingungen ausländischer Leiharbeiter in der Fleischwirtschaft seien ihm ein Dorn im Auge. Gleichzeitig wird in Politik und Gesellschaft der Ruf nach kleinen regionalen Schlachthöfen immer lauter. Doch ist dieser Wunsch überhaupt realistisch umsetzbar? Kann die Uhr einfach wieder zurückgedreht werden?

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