Hilferuf an die Politik! – Wachsender Schweinestau droht in Tierschutzkatastrophe zu enden

Aufgrund der Corona-Ausbrüche in einigen Schlachthöfen wurden die Schlachtungen zwischenzeitlich unterbunden oder reduziert. Weil die Tierhalter ihre Schweine nicht vermarkten können, stauen sich die Schweine seit Wochen in den Ställen stauen. Das verursacht Zusatzkosten und massive Einkommenseinbußen bei den Landwirten. Wird der Schweinestau nicht zeitnah abgebaut, dann drohen sogar Notschlachtungen.

Agropolit-X - Kritische Kommentare zur Agrarpolitik

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Nun also doch. Nach mehrmonatigen Beratungen hat der Bundesrat am vergangenen Freitag die Siebte Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung beschlossen. Dies war nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes des Landes Sachsen-Anhalt vom November 2015 („Magdeburger Urteil“) nötig geworden. Doch der Beschluss des Bundesrats geht weit darüber hinaus. Die meisten sauenhaltenden Betriebe werden die nun anstehenden Investitionskosten wohl nicht bewältigen können und aus der Sauenhaltung aussteigen. Doch schauen wir uns das etwas genauer an.

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