Existentielle Notlage der deutschen Schweinehalter – Die Freien Wähler in Bayern reden nicht, sondern handeln!

Die deutschen Schweinebauern befinden sich in einer existentiellen Krise. Aufgrund neuer politischer Auflagen, wie beispielsweise dem Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab nächstem Jahr, den neuen Haltungsvorschriften beim Kastenstand und der verschärften Düngeverordnung, müssen sie hohe Investitionskosten stemmen. Politisch bedingt steigen ihre Produktionskosten beständig, während die Preise gleichbleiben. Und als ob das noch nicht genug wäre, sind die Ferkel- und Schweinepreise durch die Corona-bedingt eingeschränkten Schlachthöfe, die Lockdown-Maßnahmen und den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest - und dem damit verbundenen Wegfall des Exports in Drittländer - massiv in den Keller gerutscht.

Agropolit-X - Kritische Kommentare zur Agrarpolitik

Katastrophe mit Ansage – Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland

Am 10. September wurde in Brandenburg – Landkreis Spree-Neiße-Kreis und Oder-Spree – der erste Wildschwein-Kadaver mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Deutschland gefunden. Mittlerweile (Stand 23. September) konnte das Nationale Referenzlabor – Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – 32 bestätigte Fälle nachweisen. Das Virus wird direkt über Tierkontakte oder indirekt, zum Beispiel über Fleisch oder Wurst von infizierten Tieren, übertragen. Unter ungünstigen Bedingungen können unachtsam entsorgte Reste von virushaltigem Reiseproviant ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

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