Unfassbar! Trickst das BMEL bei der Düngeverordnung?

Aufgrund neuer Erkenntnisse sei mir noch ein kurzer Beitrag zur Düngeverordnung erlaubt. So wie es aussieht hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im letzten Jahr getrickst, um den Handlungsdruck für die erneute Verschärfung der Düngeverordnung zu erhöhen und die Alternativlosigkeit zu unterstreichen.

Düngeverordnung 2020: Die heimische Landwirtschaft muss die Fehler der Bundesregierung ausbaden

Die geplante erneute Verschärfung der Düngeverordnung ist einer der Anlässe für die derzeitigen Bauernproteste. Weil das deutsche Grundwasser zu sehr mit Nitrat belastet sei, müsse Deutschland massiv nachsteuern. Für tausende Landwirte könnten die im Raum stehenden Anpassungen den Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz bedeuten. Zeit für einen genaueren Blick.

Das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration

Einige Leser hatten sich einen Artikel zur Ferkelkastration von mir gewünscht. Männliche Schweine werden chirurgisch kastriert, da das Fleisch von Ebern einen unerwünschten Geruch entwickeln kann, der von vielen Verbrauchern als unangenehm wahrgenommen wird. Zum Ende dieses Jahres wird die chirurgische Kastration von Ferkeln ohne Betäubung verboten werden. Welche Alternativen stehen zur Verfügung? Welche Auswirkungen hat das Verbot?

Sind Bauern reiche Geldsäcke oder arme Schweine? – eine kritische Betrachtung der wirtschaftlichen Situation

Konkrete Kritik der Bauern wird allzu oft als „Jammerei“ abgetan. Die Bauern sollen sich mal nicht so anstellen, schließlich würden sie alle sehr gut verdienen und Milliarden-Subventionen erhalten. Aber ist das wirklich so? Sind Bauern „reiche Geldsäcke“, die für die ein oder andere Regulierung durchaus ein paar Euro verschmerzen können? Oder sind die meisten Bauern doch eher „arme Schweine“, denen jeder zusätzliche Euro wehtut und die mit existentiellen Herausforderungen zu kämpfen haben?

Julia Klöckners Märchen von den Dumpingpreisen – Warum die Erzeugerpreise wirklich so niedrig sind und warum der Lebensmitteleinzelhandel daran nichts ändern kann

Kürzlich kochten die Emotionen der Landwirte hoch, als EDEKA damit warb, dass Lebensmittel den niedrigsten Preis verdient hätten. Sofort wurde der Vorwurf laut, dass Lebensmittel mehr Wertschätzung und dementsprechend höhere Preise verdienen würden. Mit Verweis auf die niedrigen Erzeugerpreise demonstrierten spontan etliche Landwirte u.a. vor dem Edeka-Zentrallager in Neuenkruge im Ammerland. Unterstützung bekamen sie dabei auch von der Bundeslandwirtschaftsministerin, die sich sofort zu Wort meldete und mit dem moralischen Zeigefinger auf den Lebensmitteleinzelhandel zeigte, der mit Lockangeboten und Dumpingpreisen die Bauern ausbeuten würde.